Kapitolinische Museen

In den Kapitolinischen Museen werden archäologische Funde aus der Antike und der Renaissancezeit ausgestellt. Die Kollektion ist über mehrere Gebäude aufgeteilt, welche Palazzo dei Conservatori, Palazzo Nuovo und Centrale Montemartini genannt werden.

Palazzo Nuovo

Im Palazzo Nuovo finden Sie vor allem Skulpturen. Die meisten der ausgestellten Skulpturen sind Porträts römischer Kaiser und Philosophen. Eines der berühmtesten Abbilder ist jenes der Venus Capitolina.

Der Palazzo dei Conservatori besteht aus einem Innenhof, in dem Sie mehrere monumentale Skulpturen finden können. In den Räumen werden unter anderem Fresken von Giuseppe Cesari ausgestellt, welche ungefähr aus dem Jahr 1600 stammen. In der obersten Etage des Palazzo dei Conservatori finden Sie die Bildergalerie. Diese ist eine Sammlung von Gemälden, die zwischen der frühen Renaissancezeit und dem Barock angefertigt wurden. Unter den ausgestellten Werken befinden sich Gemälde berühmter Maler, wie zum Beispiel Rubens und Caravaggio.

Palazzo Nuovo

Galleria Lapidaria

Zwischen dem Palazzo Nuovo und dem Palazzo dei Conservatori verläuft ein unterirdischer Gang, der diese beiden Museen verbindet. Dieser Gang wird als Galleria Lapidaria (Steingalerie) bezeichnet. In dieser Galerie ist eine Kollektion von Inschriften zu sehen.

Centrale Montemartini

Seit dem Jahr 1997 ist ein Großteil der Kollektion der Kapitolinischen Museen in der Centrale Montemartini untergebracht, einem alten Kraftwerk aus dem Jahr 1912. Die Centrale Montemartini befindet sich an der Via Ostiense. Im Erdgeschoß befinden sich Fundstücke aus der archaischen und republikanischen Periode. Oben befand sich früher der Maschinen- und Boilerraum, wobei einige der großen Maschinen immer noch ausgestellt werden. Heutzutage werden die Maschinen natürlich nicht mehr verwendet, sie sind allerdings ein ansprechender Hintergrund für verschiedene klassische Gemälde, die sich im oberen Stockwerk befinden.

Geschichte

Papst Sixtus IV. gründete die Kapitolinischen Museen im Jahr 1471. Die Kollektion bestand zu dieser Zeit aus vier Bronzestatuen, die Papst Sixtus IV. im Lateranpalast ausstellte. Dabei handelt es sich um die folgenden Statuen:

Kapitolinische Wölfin

  • Die Kapitolinische Wölfin, eine Statue einer Wölfin, die die Zwillinge Romulus und Remus säugt, welche sie als Findelkinder gefunden hatte. Der Legende nach sind die beiden Brüder die Gründer Roms.
  • Der Dornauszieher (Spinario), eine Darstellung eines nackten Buben aus Stein, welcher einen Dorn aus seinem Fuß zieht. Die Statue soll aus dem ersten Jahrhundert stammen
  • Die Status des Camillus, welche einen stehenden Mann darstellt.
  • Der bronzene Kopf von Konstantin, welcher ein Überrest der ursprünglichen Statue ist. Neben dem Kopf ist auch noch die Hand vorhanden.

Im Jahr 1603 begann der Bau des Palazzo Nuovo. Er wurde allerdings erst ab dem Jahr 1733 als Museum genutzt. Im Jahr 1748 wurde der Grundstein für die Kapitolinische Pinakothek gelegt.

Ende des 19. Jahrhunderts breitete sich Rom aus. Während der Grabungsarbeiten kamen sehr viele interessante Funde zu Tage, wobei vor allem die Statuen in die Kapitolinischen Museen gebracht wurden.

Adres
Musei Capitolini
Piazza del Campidoglio
1 – 00186  Rome

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Am 24. und 31. Dezember ist das Museum von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Das Museum ist jeden Montag, am 25. Dezember, 1. Januar und 1. Mai geschlossen.

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