
Rom wurde zwar nicht an einem Tag erbaut, aber Sie können das Beste davon an nur einem Tag sehen! Sichern Sie sich die Rom Tourist Card und Sie sind mit Ihrer Touristenkarte für Rom für die wichtigsten Orte in Rom bestens gerüstet.
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Weiterlesen...Die Basilika San Sebastiano Fuori le Mura verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie außerhalb der von Kaiser Aurelian errichteten Stadtmauern lag. Diese Kirche wird auch als Basilika des Heiligen Sebastian bei den Katakomben bezeichnet, meist jedoch schlicht mit ihrem italienischen Namen genannt: San Sebastiano Fuori le Mura. Sie liegt an einer der ältesten Straßen Roms, der Via Appia Antica.
Seit jeher ist der Ort ein beliebtes Pilgerziel. Aus diesem Grund gehört er im Heiligen Jahr zur Route der Sieben Kirchen, jener Reihe von Gotteshäusern, die an einem einzigen Tag zu Fuß besucht werden müssen, um den Ablass zu erlangen.


Schon vor dem Bau der Kirche war der Ort dank eines ausgedehnten unterirdischen Bestattungsareals, der Katakomben, in der christlichen Gemeinde bekannt. Die erste Kirche entstand hier während der Christenverfolgungen im 3. Jahrhundert n. Chr. und hatte eine bedeutende Aufgabe: die Bewahrung der Reliquien der Apostel Petrus und Paulus. Es waren unruhige Zeiten in Rom, geprägt von wiederholten Plünderungen durch barbarische Völker.
Kaiser Konstantin, der erste christliche Kaiser, ließ an dieser Stelle eine große Basilika errichten, die dem Gedenken an die Apostel gewidmet war und den Namen Basilica Apostolorum trug. Einige Überreste dieses antiken Baus sind heute im Inneren der Kirche zu sehen.
Fast drei Jahrhunderte lang lagen die Reliquien der Apostel nach ihrem Martyrium verborgen in einem halbrunden, mit Marmor und Stuck verzierten Raum hinter der zentralen Apsis, der Platonia genannt wird.
Heute befinden sich die kostbaren Überreste von St. Peter und St. Paul in den Basiliken San Pietro und San Paolo Fuori le Mura.
Im 17. Jahrhundert wurde die Basilika vollständig umgebaut. Die Fassade stammt von Giovanni Vasanzio und ist mit Granitsäulen verziert, die einst zur konstantinischen Basilika gehörten.
Im Inneren erwartet die Besucher ein einschiffiges Langhaus mit geschnitzter Holzdecke, das in einem Triumphbogen endet. Auf der rechten Seite liegt die Reliquienkapelle: Hier werden ein Stein, dem man die Fußspuren Jesu zuschreibt, sowie der Pfeil, der den Heiligen Sebastian durchbohrte, und ein Fragment der Säule, an die er während seines Martyriums gebunden war, aufbewahrt. Zu den bemerkenswertesten Kunstwerken zählt zweifellos der berühmte Salvator Mundi, eine Marmorbüste, die Jesus als Erlöser zeigt und das letzte Meisterwerk des großen Gian Lorenzo Bernini darstellt. Die Büste kam erst 2001 im an die Kirche angrenzenden Kloster wieder zum Vorschein. Bernini schuf sie im Alter von achtzig Jahren und vermachte sie seiner Freundin und Förderin, Königin Christina von Schweden.
Der Heilige Sebastian ist einer der bekanntesten christlichen Märtyrer. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr., unter der Herrschaft Diokletians, diente er als Hauptmann der Prätorianergarde, die für den Schutz des Kaisers verantwortlich war. Prätorianer mussten daher besonders vertrauenswürdig und dem Kaiser treu ergeben sein.
Sebastian jedoch war Christ, vermutlich von Geburt an, und Diokletian gilt als einer der unerbittlichsten Verfolger des neuen monotheistischen Glaubens, der die Macht und Autorität des Kaisers auf gewisse Weise untergrub. Dank seiner Klugheit und seines Könnens wurde Sebastian zum Prätorianer ernannt, ohne dass Diokletian offenbar von seinem christlichen Glauben wusste. Als hoher Militärangehöriger konnte er den vom Kaiser inhaftierten Christen unauffällig zur Seite stehen, und sein Einfluss wuchs so weit, dass er zur Bekehrung zahlreicher Mitglieder des Hofes beitrug.
Als seine Taten schließlich entdeckt wurden, verurteilte Diokletian ihn zur Folter und zum Tod durch Pfeile. Für tot gehalten, überlebte Sebastian die Hinrichtung auf wundersame Weise. Kaum wieder auf den Beinen, kehrte er in den kaiserlichen Palast zurück und stellte Diokletian wegen seiner brutalen Christenverfolgung zur Rede. Diesmal ließ der Kaiser den mutigen Sebastian durch Auspeitschen töten. Sein Leichnam wurde in die städtische Kloake, die Cloaca Maxima, geworfen, doch bei Nacht bargen ihn Mitglieder der christlichen Gemeinde und brachten ihn in die Katakomben.
Seit dem dritten Jahrhundert wird Sebastian mit großer Hingabe verehrt, und selbst als andere Katakomben im Mittelalter in Vergessenheit gerieten, pilgerten die Gläubigen weiterhin hierher, um sein Andenken zu ehren. Seine Reliquien ruhen in einer Urne unter dem Hauptaltar. Nach Petrus und Paulus gilt er weithin als dritter Schutzpatron der Stadt Rom.
Wegen der Tuffsteinbrüche in der Gegend war das Gebiet als „ad catacumbas“ bekannt, was so viel wie „bei den Höhlen“ bedeutet. Da sich hier eine der bedeutendsten unterirdischen Begräbnisstätten der christlichen Gemeinde befand, wurde der Begriff „Katakomben“ später auf sämtliche unterirdischen Friedhöfe übertragen. Zugänglich sind die Katakomben über einen Durchgang auf dem Platz vor der Kirche.
Vermutlich handelt es sich hierbei um die einzige Katakombenanlage, die über die Jahrhunderte hinweg durchgängig besucht und bekannt blieb. Genau deshalb kamen aber auch immer wieder Diebe und Grabräuber hierher, die zahlreiche Grabbeigaben und leicht verkäufliche Gegenstände entwendeten. Aus diesem Grund wurden viele Reliquien der Heiligen in Kirchen näher am Stadtzentrum verlegt, denn der Handel mit solchen Gegenständen zählte im Mittelalter zu den lukrativsten Geschäften überhaupt. Dennoch bleiben die Katakomben eines der eindrucksvollsten Zeugnisse dafür, wie stark die frühen Christen ihr Gemeinschaftsgefühl bewahren wollten, nicht nur im Leben, sondern auch im Jenseits.
Der Eintritt in die Kirche ist frei, für den Besuch der Katakomben ist jedoch ein Ticket erforderlich.

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