
Rom wurde zwar nicht an einem Tag erbaut, aber Sie können das Beste davon an nur einem Tag sehen! Sichern Sie sich die Rom Tourist Card und Sie sind mit Ihrer Touristenkarte für Rom für die wichtigsten Orte in Rom bestens gerüstet.
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Weiterlesen...Mitten im Herzen der Ewigen Stadt verbirgt sich ein Ort wie aus einem Märchen. Wer durch die Gassen und Straßen des Viertels rechts des Tiber schlendert, rechnet nicht damit, auf eine so weitläufige, grüne Oase zu stoßen. Nur einen Spaziergang von Trastevere entfernt, in einer der schönsten Gegenden Roms zwischen dem Gianicolo-Hügel und der Villa Farnesina, liegt dieser besondere Ort. Im Sommer ist er der perfekte Rückzugsort: Hier findet man Schatten vor der sengenden Sonne und kann die von Grün umgebenen Wege des Parks erkunden. Heute nehmen wir Sie mit auf einen Besuch des Botanischen Gartens von Rom.
Dieser große Park bleibt bei den meisten Touristenrouten oft außen vor. Warum, wissen wir nicht so genau, doch vielleicht liegt gerade darin ein Teil seines Zaubers, denn hier verlieren sich vergleichsweise wenige Besucher. Vor allem Familien können mitten in der Hauptstadt die Pracht und den Charme einheimischer und exotischer Pflanzen und Blumen genießen, während die Kinder durch die verschlungenen Wege der Gartenanlage laufen und spielen.

Der Park erstreckt sich über eine Fläche von rund 12 Hektar und umfasst zudem 2.000 Quadratmeter an Gewächshäusern. Tausende Arten sind hier vertreten, darunter fast 400 Exemplare von Bäumen und jahrhundertealten Pflanzen: In Rom erzählt eben auch die Natur ein Stück Stadtgeschichte!
Am besten erkundet man den Park auf einem weitgehend kreisförmigen Rundweg, der an fast allen sehenswerten Stellen vorbeiführt. Die Wege schlängeln sich vorbei an Palmen, Rosen, Farnen und Bambus, bis man schließlich zum faszinierenden Teich des Japanischen Gartens gelangt. Hinzu kommen Mammutbäume, tropische Gewächse und eine enorme Vielfalt einheimischer Arten. Unter den Gewächshäusern, die man besichtigen kann, empfehlen wir besonders das "Corsini", in dem zahlreiche Sukkulenten- und Kakteenarten zu finden sind, sowie das Orchideenhaus mit Hunderten von Arten, darunter einige sehr seltene.
Unterwegs weiten sich die Wege immer wieder zu kleinen Plätzen oder Lichtungen, wo eine Bank zur wohlverdienten Pause einlädt, vielleicht nach einem langen Spaziergang durch die Stadt, um das benachbarte Viertel Trastevere oder die Aussichtsterrasse auf dem nahen Gianicolo zu entdecken. Besonders auffällig ist hier die Ruhe und Stille, die nur vom Gesang der Vögel unterbrochen wird, die zwischen den belaubten Ästen der Bäume Schutz suchen.
Je nach Jahreszeit verändern sich Farben und Erscheinungsbild des Parks dramatisch und schenken den Besuchern immer wieder neue Eindrücke von den Wundern der Natur. Im April verwandelt sich der Japanische Garten durch die Blüte der zahlreichen Kirschbäume in ein Fest der Farben. Etwas später, im Mai, sind die Rosen an der Reihe: Rund 60 verschiedene Sorten lassen sich hier bewundern! Im Sommer blühen noch immer viele sogenannte "spätblühende" Pflanzen, während sich im September und Oktober die Blätter der Bäume in die warmen Farbtöne des Herbstes kleiden.
Neben der Vielzahl an Pflanzenarten hält der Park auch einige interessante Kunstwerke bereit, etwa den Tritonenbrunnen und den Brunnen der 11 Wasserspeier, der auf einer Treppe errichtet wurde, die einst zur Residenz von Königin Christina von Schweden gehörte. Außerdem finden sich hier Büsten und Statuen aus der Römerzeit sowie ein wunderschöner Ausblick auf die Monumente und die charakteristischen Dächer Roms.
Direkt neben dem Park lässt sich außerdem das Butterfly House (Butterfly Eden) besuchen. Für den Eintritt ist jedoch ein zusätzliches Ticket erforderlich.


Der Botanische Garten liegt teilweise auf dem Gelände, das einst zu den Thermen des Kaisers Septimius Severus gehörte. Der kleine Bereich fast am Ende des Besucherrundgangs, auf der rechten Seite, bildet historisch betrachtet den ersten Kern dieser grünen Oase. Bis heute trägt er seinen ursprünglichen Namen: Giardino dei Semplici (Garten der Einfachen), eine Anspielung auf die Heilkräuter, die früher als "einfache Kräuter" bezeichnet wurden. Angelegt wurde er im 13. Jahrhundert von Papst Bonifatius VIII., um Heilpflanzen zu kultivieren.
Aus diesem ersten Kern wuchs der Park über die Jahrhunderte weiter. Im 15. Jahrhundert wurden bedeutende Restaurierungsarbeiten durchgeführt, und dank des Wassers des antiken Trajan-Aquädukts konnte hier einer der größten botanischen Gärten Europas entstehen. 1600 entschied Papst Alexander VII., dass der Botanische Garten von der Universität verwaltet werden sollte, und löste ihn damit offiziell aus der Kontrolle des Vatikans. In dieser Zeit gelangten dank der Reisen und Entdeckungen neuer Gebiete exotische und bislang unbekannte Pflanzen nach Rom und eröffneten den Botanikern ganz neue Forschungsfelder.
Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Park nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern blieb Professoren und Studenten vorbehalten. Mit der Einigung Italiens ging der gesamte Corsini-Besitz, einschließlich des Palazzo (heute Sitz der Galleria Nazionale d'Arte Antica) und des Parks, in den Besitz des Staates über.


Der Botanische Garten grenzt an zahlreiche Sehenswürdigkeiten, darunter den bereits erwähnten Palazzo Corsini. Im 15. Jahrhundert erbaut, wurde er 1700 dank Kardinal Neri Maria Corsini vollständig renoviert. Die Arbeiten leitete der Architekt Ferdinando Fuga, der damit eines der elegantesten Anwesen der Hauptstadt schuf. In den prachtvollen Sälen beherbergt der Palazzo eine reiche Sammlung einzigartiger Werke von Künstlern wie Caravaggio, Beato Angelico und Rubens. Zudem bietet sich vom Palast aus ein wunderschöner Blick auf die Gärten.
Zu den weiteren Orten in Gehweite des Botanischen Gartens zählen die Villa Farnesina (mit einer unglaublichen Sammlung von Fresken von Raffaello Sanzio!), ein romantischer Spaziergang hinauf zur Terrasse des Gianicolo sowie ein Besuch im Viertel Trastevere.

Die Adresse lautet Largo Cristina di Svezia 24, im Stadtviertel Trastevere.
Um den Botanischen Garten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, haben Sie folgende Möglichkeiten:
Von Rom Nord oder Rom Süd empfehlen wir, mit den Bussen 23 oder 280 an der Haltestelle Ponte Sisto auszusteigen. Von dort sind es noch etwa 450 Meter zu Fuß bis zum Ziel. Alternativ können Sie vom Stadtzentrum aus die Straßenbahnlinie 8 bis zur Haltestelle Piazza Gioacchino Belli nehmen und anschließend etwa 850 Meter zu Fuß gehen.
Der Garten hat täglich geöffnet, auch sonntags. In der Wintersaison (von November bis März) sind die Öffnungszeiten von 9.00 bis 17.30 Uhr, in der Sommersaison (von April bis Oktober) von 9.00 bis 18.30 Uhr.
Der Eintrittspreis ist eine angenehme Überraschung: nur € 4,00. Früher war er teurer, doch der ermäßigte Preis, der normalerweise Kindern und Personen über 65 vorbehalten war, gilt inzwischen für alle Besucher.
Für Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen ist der Eintritt kostenlos.
Auf Anfrage und gegen Aufpreis lässt sich auch eine Führung buchen, die ebenfalls für Gruppen verfügbar ist. An einigen Sonntagen im Jahr sind die Führungen kostenlos, allerdings muss man vorab reservieren, und die Plätze sind begrenzt.
Da diese Gärten auch die Fakultät für Botanik der Universität La Sapienza in Rom beherbergen, gibt es eine aktive Zusammenarbeit mit dem Campus, mit einem reichen Veranstaltungskalender und zahlreichen Initiativen wie speziellen Besichtigungen und Führungen, Seminaren und Bildungsangeboten.


Der Botanische Garten ist mit einem eigenen Weg für Rollstuhlfahrer zugänglich. Allerdings sind manche Bereiche aufgrund von Gefälle oder anderen architektonischen Barrieren nicht ohne Weiteres mit dem Rollstuhl erreichbar.
Ein noch laufendes Projekt hat den Bereich des "Gartens der Sinne" mit Braille-Schildern für Blinde ausgestattet. Hunde sind nicht erlaubt, mit Ausnahme von Blindenführhunden.
Innerhalb der Gärten gibt es keine Bars oder Geschäfte. Getränke und Snacks lassen sich jedoch an den Automaten kaufen, die auf dem Gelände aufgestellt sind. Wie überall im Zentrum Roms finden Sie hier zudem kleine öffentliche Brunnen mit frischem Trinkwasser, um Ihre Flasche wieder aufzufüllen. Vor allem im Sommer und frühen Herbst empfiehlt es sich, ein Fläschchen Mückenschutzmittel mitzubringen.
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